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Ausstellungen

Matthias Kanter

Malerei 2015 - 2018

19.01. - 02.03.2019

Freitag 18.01.2019, 18:00 - 21:00 Uhr


Mit Matthias Kanter arbeitet die Galerie seit ihrer Gründung 2006 zusammen. Ich kenne keinen anderen Maler, der sich so intensiv mit der Wirkung von Farbe beschäftigt wie er. Bei seiner Beschäftigung mit der Geschichte der Malerei hat er sich auf die Farbe als Bedeutungsträger und als raumbildendes Element im Bildraum konzentriert. Die Erforschung subtiler Farbklänge und das Transportieren von Emotionen allein durch Farbe ist zu seinem zentralen Thema geworden. Seine Werke – so reduziert und einfach sie auf den ersten Blick wirken mögen – erfordern eine emotionale Öffnung des Betrachters und ein genaues Erspüren der einzelnen Farbsolisten, die erst zusammen ein Konzert ergeben. Wie in einer gelungenen musikalischen Komposition ergänzen sich die einzelnen Farben, bilden Kontapunkte oder antworten auf einander und ergeben erst zusammen ein Werk.
Kanter sagt dazu: „Vor 20 Jahren versuchte ich mich an einer Art „Manifest“ wie ich mir meine Malerei vorstelle. Sie war für mich noch nicht sichtbar und viele Koordinaten waren bestimmt von dem was mich an der Kunst Anderer begeisterte bzw. mir zu diesem Zeitpunkt wichtig war -durchaus auch mit der Idee einer nötigen Reparatur. Es ist faszinierend über die Jahre immer mehr von diesem Wünschen in die Sichtbarkeit zu gelangen. Trotz aller Erfahrung bleibt das Gelingen eher Geschenk als gesicherte Leistung, aber mit der Zeit wächst ein Vertrauen zumindest regelmäßig die Bedingungen herstellen zu können, unter denen ein Bild entstehen könnte. Mich interessiert Malen als Erfahrung, das Momente der Klarheit, wenne s gelingt meine malerischen Mittel in ein „Sein“ verwandeln zu können -nicht mehr Pigment und Vorstellung, sondern Präsenz von „Etwas“, das die Erinnerung erkennt. Ich habe bis heute nichts gefunden, das mich langfristig mehr begeistert als diese einsame Arbeit im Atelier. Jedes Gelingen ist wie ein gefrorener Glücksmoment, der Wirksamkeit entfaltet. Heute kann ich sagen so etwa könnte die Malerei aussehen, die mir fehlte und immer noch fühlt es sich an wie kurz nach dem Beginn wie der Anfang eines Weges.”