Santiago Ydáñez

Santiago Ydáñez

21.01.2011 - 05.03.2011

Vernissage: 21.01.2011, 18:00 Uhr


Nachdem wir bereits in der Gruppenausstellung „48:08:59 N / 11:33:42 E“ ein Porträt des spanischen Malers Santiago Ydáñez (geb. 1969) gezeigt haben, präsentieren wir nun einen breiteren Überblick über sein Werk.

Ydáñez Arbeiten basieren auf den klassischen Themen der Malerei (Porträt, Selbstporträt, Landschaft, Tierporträts). Allerdings belebt er diese Themen mit einer fast beängstigenden Intensität. Seine Porträts dringen tief in den Betrachter ein. Die Augen der Dargestellten (das gilt auch für die Tierbilder) wirken sehr intensiv und scheinen eher den Betrachter zu fixieren als umgekehrt.
Seine Malweise ist sehr gestisch und expressiv und er formt seine Figuren aus breiten Pinselstrichen. Alles Unnötige wird vermieden. Ydáñez zoomt nah an die Gesichter heran und konzentriert sich auf einen bestimmten Ausdruck. Er arbeitet grob, schnell und dyna-misch aber zugleich sehr sicher und präzise.
Seine Landschaften strahlen eine große Ruhe und Weite aus. Sie sind ebenfalls auf wesent-liche Aspekte reduziert und gewinnen gerade dadurch an Intensität.

Seine Malerei ist eine sehr eindringliche Auseinandesetzung mit den Grundfragen des Menschen. Sie spricht durch die ausdrucksstarken Gesichter auch das Thema der Kommuni-kation an – zwischen Menschen aber auch zwischen Mensch und Tier. Vergänglichkeit und Sterblichkeit schwingen in seinen Arbeiten immer mit. Bei den Tierbildern sind es fressen und gefressen werden, beim Mensch Leben und Tod. Unwillkührlich stellt sich die Frage wie groß bzw. gering der Unterschied zwischen Mensch und Tier wirklich ist. Beide Kreaturen kämpfen in ihrer begrenzten Zeit auf Erden um ihr Überleben. Das künstlerische Universum von Santiago Ydáñez läßt sich auf existentielle und für alle Menschen gültige und prägende Grundthemen reduzieren: Erde, Mensch, Tier, Leben und Tod.

2011Veröffentlicht unter %s, Archiv