Colourful Abstraction

Colourful Abstraction

Thorbjørn Bechmann / Antje Blumenstein / Katrin Bremermann / Joanna Buchowska / Martin Bünger / Matthias Kanter

 

Zum Ende des Jahres zeigen wir eine Gruppenausstellung, die Künstler und Künsterinnen zum Thema Farbe und Abstraktion vereint. Die künstlerischen Materialien und Ausdrucksformen sind dabei sehr vielfältig.

Der dänische Maler Thorbjørn Bechmann beschäftigt sich in seiner Arbeit mit dem Spannungsverhältnis von Zufall und Kontrolle. Seine Werke entstehen im Wechselspiel von sich frei bewegender Farbe, die sich ihren Weg über die Leinwand bahnt, und den stetigen intuitiven Eingriffen des Künstlers. Bechmann schafft weiche Verläufe, die wie zarte Farbschleier anmuten. Durch den Prozess der Schichtung von vielen Farben entstehen spannungsreiche Oberflächen. Die großformatigen Arbeiten besitzen eine eindrucksvolle Leuchtkraft und erinnern an schillernde, harmonische Lichtspiele.

In den letzten Jahren sind Farbe, Licht und Räumlichkeit zentrale Aspekte im Werk von Antje Blumenstein. Dabei verwendet die Berlinerin häufig besondere Materialien wie Neonröhren oder fluoreszierende Acrylglasplatten, aus denen sie durch Schichtung und/oder das Einfräsen von Linien faszinierende geometrische Farbräume erschafft, die durch Transparenz und Verdichtung ein intensiv farbiges Wechselspiel von Fläche und Raum erzeugen. Die Farbe selbst wird in eine dreidimensionale Form gebracht. Sie animieren den Betrachtenden zu beständiger Bewegung und veränderten Blickwechseln.

Für die Berliner Künstlerin Katrin Bremermann ist das freie Spiel mit geometrischen Formen und das Ausloten von Positiv- und Negativformen, die Gewichtung von Flächen und Linien auf dem Blatt bzw. der Leinwand immer ein zentraler Aspekt. Ihre Bilder werden meistens von einer kräftigen Primärfarbe dominiert und wirken oft wie Chiffren oder Zeichen, Baupläne oder Schnittmuster.

Die farbfrohen und äußerst (auch im wörtlichen Sinne) vielschichtigen Werke von Joanna Buchowska entstehen aus Papieren, Ausschnitten aus Magazinen oder Zeitungen. Dabei können gegenständliche Elemente ins Bild einfließen und dabei ihr ursprüngliches Motiv verlieren und innerhalb des collagierten Bildgeflechts eine ganz andere Funktion übernehmen. In letzter Zeit ist die Räumlichkeit und die Gegenständlichkeit in ihren Bildwelten immer mal wieder zu Gunsten einer freieren abstrakten Komposition in den Hintegrund getreten.

Martin Bünger bewegt sich in seiner Malerei zwischen Intuition und Komposition, zwischen spontaner Geste und präzisem Aufbau. Seine Werke entfalten eine stille Intensität, die den Betrachter weniger durch erzählerische Motive als durch die unmittelbare Präsenz von Farbe, Fläche und Rhythmus fesseln. In seinen abstrakten Arbeiten wird Malerei zu einem Prozess des Suchens und Entstehens – jede Schicht antwortet auf die vorherige, jede Verdichtung auf ein Innehalten.

Bei seiner Beschäftigung mit der Geschichte der Malerei konzentriert sich Matthias Kanter auf die Farbe als Bedeutungsträger und als raumbildendes Element im Bildraum. Die Erforschung subtiler Farbklänge und das Transportieren von Emotionen allein durch Farbe ist zu seinem zentralen Thema geworden. Seine Werke erfordern eine emotionale Öffnung des Betrachters und ein genaues Erspüren der einzelnen Farbsolisten, die erst zusammen ein Konzert ergeben.

 

Vernissage: Freitag  21. November, 18 – 21 Uhr

Ausstellung: 21. November 2025 – 07. Februar 2026 (Winterpause 21.12.2025 – 06.01.2026)

 

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